Kostenpflichtige oder kostenlose Singlebörse nutzen?

Online-Dating, Singlebörsen, Partnerbörsen – Das ist heute ein wirtschaftlicher Marktzweig. Diese Portale stellen eine Plattform zur Verfügung, die Singles nutzen können, um mit anderen Singles in Kontakt zu kommen. Mit den Usern, die sich dort anmelden, verdienen sowohl die kostenlosen als auch die kostenpflichtigen Singlebörsen Geld.

Kostenlose Singlebörsen finanzieren sich meist durch Werbung, die dem Nutzer maßgeschneidert eingeblendet wird, wenn er sich auf dem Portal aufhält. Der Unterschied zu kostenpflichtigen Portalen, die zwar auch Werbung platzieren, zeigt sich darin, dass User keinen monatlichen Mitgliedsbeitrag zahlen müssen, der generell oder für bestimmte Leistungspakete/Zusatzfunktonen anfällt.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Jeder Single würde natürlich lieber kostenlos flirten und Kontakte knüpfen und darum wird zunächst auch nach den kostenlosen Portalen gesucht. Davon gibt es nicht wenige im World Wide Web, aber wie sieht es mit Erfolgsquote, Anwenderfreundlichkeit, Seriosität, Datensicherheit, Zielgruppen, Altersstrukturen und Wohlfühlfaktor aus? Diese Überlegungen führen dann zu den kostenpflichtigen Portalen, je nachdem, was genau gesucht wird. Kostenpflichtig ist aber nicht gleich kostenpflichtig, denn hier zeigen sich insbesondre Unterscheide zwischen Singlebörsen und Partnervermittlungen. Zu den bekannten Online-Partnervermittlungen zählen z.B. Parship, ElitePartner oder eDarling, deren Konzept sich von dem der klassischen Singlebörden deutlich unterscheidet.

Eine Pauschalisierung für oder gegen kostenpflichtige oder kostenlose Singlebörsen kann es nicht geben, Vor- und Nachteile, individuelle Interessen und Erwartungen müssen abgewogen werden, auch Testphasen können hilfreich sein.

Die Realität zeigt, dass sehr viele Singles und Personen auf Partnersuche Geld für das erhoffte Liebesglück ausgeben, wie es auch von der Partnervermittlung vor Ort bekannt ist. Es kommt jedoch auf das Alter und die persönliche Einstellung an, denn Fakt ist, wie zahlreiche Erfahrungen zeigen, dass auch auf den kostenpflichtigen Partnerbörsen nicht nur die Schönen, Reichen, akademisch gebildeten und gut situierten, tollen Menschen unterwegs sind, wie es die Werbung immer weiß machen will.

Für was in Singlebörsen und Online-Partnervermittlungen zu zahlen ist

Die Strukturen der Singlebörsen und Online-Partnervermittlungen, die unter die kostenpflichtigen Portale fallen, zeigen sich nahezu gleich. Hier kann der Nutzer aus einer kostenfreien Basis-Mitgliedschaft und einer Premium-Mitgliedschaft wählen.

Die Basis-Mitgliedschaft beinhaltet die kostenlose Anmeldung (daher werden solche Portale in den Suchmaschinen auch oft als kostenlose Singlebörsen aufgelistet), ein Standard-Profil mit wesentlichen Angaben/Textbausteinen und mindestens ein Foto, das hochgeladen werden kann. Was die Funktionen der Basis-Mitgliedschaft betrifft, so sind diese mehr oder weniger stark beschränkt. Bei einigen Singlebörsen können Basis-Mitglieder nur Nachrichten von anderen Singles lesen oder einen Emoticon versenden und an Foto-Votings teilnehmen, bei anderen Partner- oder Datingbörsen ist mitunter auch das Antworten auf erhaltene Nachrichten oder das Versenden von kurzen Botschaften an Mitglieder möglich.

Die Premium-Mitgliedschaft gliedert sich oftmals in verschiedene Leistungs- und Funktionsbausteine mit entsprechend unterschiedlichen Monatspauschalen sowie nach der Laufzeit (1, 3, 9, 12, … Monate) und ggf. nach Altersklassen der User. Je mehr Funktionen und Möglichkeiten, umso höher der monatliche Preis, der für eine bestimmte Laufzeit im Voraus zu zahlen ist (Abo).

Ohne gewisse Funktionen, die schon unter die Premiummitgliedschaft fallen, geht bei einigen Portalen so gut wie gar nichts, weshalb Singles, die nicht an kostenpflichtigem Flirten interessiert sind, sich schnell wieder verabschieden oder einfach zu inaktiven Standard-Mitgliedsleichen werden. Das wird allerdings bei den Zahlen der Mitgliederstatistiken nicht berücksichtigt, weshalb auch die Erfolgszahlen der großen kostenpflichtigen Portale nicht unbedingt der aktuellen Realität entsprechen.

Eine Premium-Mitgliedschaft lässt mehr Spielraum bei der Kontaktaufnahme mit interessanten Singles, je nach gewähltem Leistungspaket. Ideal ist es, wenn eine deutlich differenzierte Staffelung nach bestimmten Funktionen erfolgt, so dass der User auch nur dafür zahlt, was er tatsächlich in Anspruch nimmt. Was nutzt ein umfangreiches Leistungspaket mit allem Pipapo, wen man eigentlich nur mit anderen chatten oder Nachrichten schreiben will?

Preisunterschiede bei Männern und Frauen – das war einmal …

Viele der früher auch kostenlos perfekt nutzbaren Singlebörsen gehören heute zu den kostenpflichtigen Börsen, denn mit der Online-Partnersuche hat sich ein lukratives Geschäftsmodell aufgetan. Ein weiterer Unterschied zwischen den Anfangszeiten der Singlebörsen und heute zeigt sich in der Preisgleichheit zwischen Männern und Frauen. Damals konnten Frauen auf einigen Portalen noch kostenlos flirten, während Männer zur Kontaktaufnahme erst kostenpflichtiges Mitglied werden mussten. Heute finden sich gleiche Preise für jedes Geschlecht, unterschieden wird lediglich nach Altersgruppen, Leistungsumfang und Vertragslaufzeit.

Kostenpflichtige Singlebörsen versus Online-Partnervermittlungen

Singlebörsen und Online-Partnervermittlungen unterscheiden sich in ihrem Angebot wesentlich. Portale wie ElitePartner, eDarling oder Parship arbeiten nach dem Übereinstimmungsprinzip von Persönlichkeitsangaben, durch die sich leichter Singles finden lassen, die wirklich zu einem passen. Ob Matching oder wissenschaftliche/psychologische Persönlichkeitstests – Hier wird nach Methodik mit konkreten Partnervorschlägen vorgegangen, während in Singlebörsen der erste Kontakt eher spontan nach Optik und Gefallen aufgenommen wird. Besonders bekannt ist das Matching-Prinzip von Parship. Die Online-Partnervermittlungen werben zudem mit gebildeten und seriösen, ernsthaft suchenden Mitgliedern und hoher Datensicherheit.

Komplett kostenlose Singlebörsen: Vorteile & Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

  • Alle Funktionen sind kostenlos nutzbar, was Kommunikation, Chatten und Flirten von der ersten Minute an möglich macht
  • Einfache Menüführung ermöglicht schnelles Zurechtfinden
  • Durch die begrenzten Anzahl an Funktionen behält der User leichter den Überblick und konzentriert sich auf das Wesentliche
  • Singles aller Alters- und Bildungsschichten sind vertreten
  • Bei vielen kostenlosen Singlebörsen werden zunehmend die Profile manuell überprüft, auch die Datensicherheit zeigt sich weitaus höher als noch vor einigen Jahren
  • Keine Beachtung von Kündigungsfristen und Abo-Laufzeiten

Nachteile:

  • Gefahr von Fakes kann höher sein
  • Ernsthaft suchende Singles müssen die Spreu stärker vom Weizen trennen
  • Beschränktes Funktions- und Feature-Angebot
  • Mitunter keine Apps für digitale Endgeräte wie Smartphone und Tablet
  • Je nach Betreiber viel und nervige Werbung

Kostenpflichtige Singlebörsen: Vorteile & Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

  • Oftmals haben diesen einen guten Namen und Ruf, sind sehr beliebt
  • Hier halten sich meist viele Singles aus allen deutschen Bundesländern auf, so dass jeder in seiner Region fündig werden kann
  • Es ist jede Menge zu jeder Tages- und Nachtzeit los
  • Umfangreiche kostenpflichtige Zusatzfunktionen, welche die Singlesuche erweitern und das Kennenlernen erleichtern
  • Extras und Besonderheiten wie Apps, Events, Online-Magazine, Ratgeber, Foren zum Austausch
  • Hilfestellung bei Fragen und Problemen durch ein Service-Team
  • Hohe Datensicherheit

Nachteile:

  • Es fallen Kosten an, die Preise variieren je nach Portal
  • Kündigungsfristen- und Kündigungsarten müssen beachtet werden
  • Löschung des Profils beendet nicht automatisch einen bestehenden Vertrag, dieser kann nur durch Kündigung aufgelöst werden
  • Oft merken die User erst nach einem bestimmten Zeitraum, welche Leistungen sie tatsächlich in Anspruch nehmen/brauchen und stecken dann vielleicht in teuren Abos
  • Kosten-Nutzen-Verhältnis kann nicht richtig eingeschätzt werden
  • Eine Erfolgsgarantie gibt es definitiv auch bei Bezahlbörsen nicht

Kostenpflichtige Online-Partnervermittlungen: Vorteile & Nachteile auf einen Blick

Vorteile:

  • Sehr gut geeignet für Singles, die ernste Beziehungsabsichten haben und mit Gleichgesinnten Kontakt aufnehmen möchten
  • Umsichtige und manuelle Profilprüfung
  • Wissenschaftlich und psychologisch fundierte Methoden der Partnerauswahl und -zusammenführung, z.B. Matching, Persönlichkeitstest, Partnervorschläge
  • Je nach Portal wird eine bestimmte Klientel mit hoher Bildung oder akademischem Grad angesprochen
  • Kann in etwa mit der klassischen Partnervermittlung gleichgesetzt werden, da sich die Betreiber viel Mühe geben und Aufwand betreiben
  • Hohe Datensicherheit
  • Extras: Apps, Events für Mitglieder, E-Magazine, Ratgeber, Community, Forum, Ansprechpartner per Mail/Telefon

Nachteile:

  • Ohne Bezahlung kann nur eine Anmeldung, evtl. eine kostenfreie Testphase, erfolgen
  • Laufzeiten und Kündigungsfristen sind zu beachten
  • Eine Garantie, dass nur absolut beziehungswillige und seriöse Singles unter den Mitgliedern sind, gibt es nicht, wie die Forenbeiträge von großen Online-Partnervermittlungen zeigen. Auch hier sind Männer wie Frauen zu finden, die nur nach Sex suchen oder psychopathische Züge an den Tag legen.
  • Preislich im höheren Segment als Singlebörsen angesiedelt

Welche Funktionen eine Singlebörse bieten muss, damit sie aktiv nutzbar ist

Ob kostenlos oder kostenpflichtig – Damit eine Singlebörse aktiv genutzt werden kann, sind Suchfunktionen, das uneingeschränkte Ansehen von Profilen sowie das Empfangen und Versenden von Nachrichten unerlässlich. In kostenpflichtigen Singlebörsen und Online-Partnervermittlungen werden diese vorrangigen Merkmale zusammen nur durch Abschluss einer Premium-Mitgliedschaft bedient. Daher kommt es hier auf die eigenen Ansprüche an, ob gezahlt wird oder nicht. Zweckmäßig sind Testzeiträume, um sich ein Bild vom Leistungsumfang und dem Kosten-Nutzen-Verhältnis zu machen, denn nur so lassen sich Kostenfallen und langwierige Abos umgehen. Ist das nicht möglich, wird empfohlen, zunächst nur die kürzeste Laufzeit, z.B. einen Monat, zu wählen, um sich nicht dauerhaft finanziell zu binden.

Kostenlose oder kostenpflichtige Singlebörsen? Beides kann sinnvoll sein!

Im Fazit lässt sich sagen: Kostenpflichtige und kostenlose Singlebörsen können für den Einzelnen beide gleichermaßen sinnvoll sein. Es ist eine individuelle Entscheidung mit Kosten-Nutzen-Abwägung. Wer z.B. neben der Singlesuche noch ein hohes Entertainment-Potential durch Features, Tools und Extras erwartet, der kommt auf den Bezahlseiten ganz sicher auf seine Kosten. Singles, denen es in erster Linie um eine schnelle Kontaktaufnahme geht, können mit einer kostenlosen Singlebörse gut bedient sein, wenn das „Single-Angebot“ aus der eigenen Region stimmt.

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