Ratgeber: Nervosität vor und beim ersten Date bekämpfen

Es trifft nahezu jeden Single – Nervosität vor und beim ersten Date. Allerdings ist dieses aufgewühlte Gefühl nicht bei jedem gleich ausgeprägt. Und es zeigt sich auch von Person zu Person mit unterschiedlichen körperlichen oder geistigen „Befindlichkeitsstörungen“. Die einen sind aufgedreht wie ein „Duracell-Hase“, die anderen fühlen sich wie ein Betonklotz und leiden unter Verspannungen. Nervosität ist also extrem subjektiv und zu einem großen Teil auch Einstellungssache.

In Print-Magazinen und online finden sich unzählige Tipps, was Frau oder Mann gegen Nervosität und Aufgeregtheit vor dem ersten Date tun kann. Angefangen bei einem wohltuenden ausgedehnten Bad über Putzen bis hin zum Shopping-Exzess oder der Extraportion Sport gibt es so einiges auf der Anti-Anspannungsliste.

Aber das Verblüffende ist: Diese Maßnahmen mögen helfen, die Zeit bis zum Date zu überbrücken, sie können aber Nervosität nicht wirklich ausblenden oder vertreiben. Warum? Weil es die natürlichste Sache der Welt ist, vor und auch während einer Verabredung mit einer unbekannten Person aufgeregt zu sein. Nervosität mit Zaubermittelchen wegbringen funktioniert also nicht, denn sie lässt sich nicht überlisten. Stattdessen sollte sie akzeptiert und in andere Bahnen gelenkt werden. Mit einer kleinen Strategieliste lässt es sich gut mit der Nervosität leben und wer dazu steht, punktet erst recht.

Dating: die unangenehmen Folgen der Nervosität

Schwitzen, ein trockener Mund oder Kloß im Hals, Stottern, die Angst, sich ungeschickt zu verhalten, dummes Zeug zu reden oder sich wie ein Elefant im Porzellanladen aufzuführen –  Das sind körperliche und geistige Folgen von Nervosität. Sie haben alle gemeinsam, dass uns das Gegenüber deshalb nicht mehr für so attraktiv und symphytisch halten könnte, wie das beim Online-Kontakt oder ersten Telefonaten war. Diese Phänomene scheinen wie angeflogen zu kommen, ohne dass man etwas dagegen tun kann. Sie passieren aber bei allen Ereignissen, die mit Freude, Unsicherheit oder vielleicht sogar Angst oder negativen Empfindungen verbunden werden.

Es kann auch sein, dass der Single in eine Rolle geschlüpft ist, sich 10 kg leichter und 5 Jahre jünger gemacht hat und nun berechtigterweise angespannt vor einem ersten Date ist. Diese Art der begründeten Angst lässt sich im Vorfeld immer ausschalten, wenn man ehrlich ist.

Jeder ist nervös, das ist normal

Singles, die gänzlich ohne einen Funken Aufregung und Anspannung in ein Date hineingehen, die gibt es nicht. Nur der Grad der Nervosität kann sich von Person zu Person unterscheiden. Leider denkt jeder, es geht ihm alleine so.

Alles, was im Leben neu und unbekannt ist, hat nicht nur seinen Reiz, sondern macht auch ein Stück weit Angst. Man weiß nicht, was auf einen zukommt, ob die eigenen Erwartungen erfüllt werden. Die Erwartungen sind ohnehin ein Antreiber für Nervosität. Viele gehen mit falschen Erwartungen in die Verabredung hinein. Sie hoffen darauf oder rechnen damit, dass es einfach passen muss und die große Liebe wie auf Knopfdruck da ist. Je unverbindlicher und erwartungsloser Singles die Sache angehen, umso weniger treiben die eigenen Gedanken den Adrenalin-Spiegel in die Höhe.

Nervosität vor dem ersten Date in Grenzen halten – Mit diesen Tipps klappt’s garantiert

Locker bleiben: Nevosität beim ersten Date bekämpfenDas Kopfkino vor der ersten Verabredung trägt entscheidend dazu bei, wie stark sich die Nervosität bemerkbar macht. „Immer locker bleiben“ ist für einige Singles ein Satz, der trotz aller guten Vorsätze nicht wirklich funktioniert. Doch tatsächlich hängt viel von der Einstellung zur Sache ab. Die nachfolgenden Tipps verstehen sich nicht als Allheilmittel gegen Nervosität, können aber je nach Typ die Aufregung und die damit verbundenen „Befindlichkeitsstörungen“ in Grenzen halten:

  • Machen Sie sich bewusst: Sie treffen einen Menschen, keinen Gott oder ein außerirdisches Wesen, das über allem steht. Auch dieser Mensch ist aufgeregt, selbst wenn es ihm nicht anzumerken ist.
  • Verbannen Sie Gedanken über den konkreten Ablauf des Dates, stellen Sie sich lieber vor, es ist ein zwangloses Treffen, von dem weder ihre Zukunft noch Ihr Glück abhängt.
  • Legen Sie den Date-Termin eher kurzfristig fest. Wer schon Wochen im Vorhinein plant, macht sich unnötig verrückt. Zudem ist die Chance einer Absage dann geringer. Nicht wenige Singles rechnen förmlich kurz vor dem entscheidenden Moment damit und steigern sich in unnötige Aufregung hinein. Eine sehr spontane Verabredung zum ersten gemeinsamen Treffen ist oft ideal, weil dann kaum Zeit für Nervosität im Vorfeld bleibt.
  • Typische Sitz-Dates in einem Café oder Restaurant fördern Nervosität und sind dazu nicht sonderlich abwechslungsreich. Verabreden Sie sich lieber zu einer bestimmten Aktivität, für die sich beide begeistern können. Allein schon die „Bewegung“ baut Nervosität ab bzw. lässt sie erst gar nicht aufkommen. Wenn der Fokus auf dem gemeinsamen Erleben und Tun liegt, wird der Nervosität weniger Beachtung geschenkt.
  • Beschäftigen Sie sich am Date-Tag mit Dingen, welche die Zeit wie im Flug verfliegen lassen. Verabreden Sie sich mit Freunden oder Familie. Nichts ist nervenaufreibender, als die Stunden bis zum Date zu zählen.
  • Sie müssen nicht schon Stunden früher perfekt gestylt und ausgehfertig sein, das ruft nur Nervosität auf den Plan. Zudem geht es nicht auf einen Schönheitswettbewerb. Ein gepflegtes, adrettes Erscheinungsbild und die eigene unverkrampfte Persönlichkeit sind vollkommen ausreichend. Hören Sie doch den Song „Come As You Are“ von Nirvana, denn der bringt es auf den Punkt. Nicht zu verwechseln ist diese Vorgehensweise mit Hektik. Auf den letzten Drücker Kleidung auswählen und nichts finden, treibt zweifelsohne den Blutdruck in die Höhe.
  • Nehmen Sie vor dem Date keine zu reichhaltigen oder schwer verdaulichen Speisen ein. Die Verdauung läuft dann auf Hochtouren und das bedeutet nicht unbedingt ein Wohlgefühl. Und das ruft wieder Stress hervor. Gleiches gilt für Alkohol und Beruhigungsmittelchen. Sie dämmen zwar vermeintlich die spürbare Nervosität ein, verzerren aber die Realität und kommen beim Date-Partner gar nicht gut an.
  • In der letzten Stunde vor der Verabredung ist die Nervosität bei vielen am größten. Unterbrechen Sie dann öfter, was Sie gerade tun, stellen Sie sich auf die Zehenspitzen, strecken die Arme nach oben, atmen tief ein und sagen beim Ausatmen ganz laut: „Alles ist gut“.

Es ist soweit – Jetzt keine Panik aufkommen lassen

Ganz ehrlich. Der wohl spannendste Moment, in dem die Nervosität am größten ist und die Hormone so richtig aus der Reihe tanzen, sind die Bruchsekunden, wenn sich beide zum ersten Mal gegenüberstehen. Danach entspannen sich Muskeln und Gedankenkarussell normalerweise wieder auf ein erträgliches Level. So bleiben Sie beim Date gelassener:

  • Wenn die Nervosität deutlich für Sie spürbar ist, hilft ein Trick, der auch beim Rotwerden erfolgreich angewendet wird. Statt auszuharren, sagen Sie zu Ihrem Gegenüber: „Oh, ich bin sehr aufgeregt“. Das nimmt automatisch Spannung heraus und zwar bei beiden. Wer merkt, dass in ihm das Blut aufsteigt, der stoppt den Vorgang erfolgreich, in dem er es einfach laut ausspricht: „Oh, ich werde jetzt rot“. Wetten, dass Sie gar nicht rot werden?
  • Lächeln entspannt und macht attraktiv – Lächeln Sie, wenn Nervosität aufkommt.
  • Bei starker Anspannung hilft das Herausgehen aus der Situation, z.B. an die frische Luft, auf die Toilette oder um sich ein Getränk oder einen Snack zu besorgen. Einfach mal durchatmen und runterkommen!
  • Verabschieden Sie sich von stupiden Frage-Antwort-Spielchen, denn sie machen die Situation höchstens noch verkrampfter. Entweder es ergibt sich ein Gesprächsfluss oder eben nicht.
  • Halten Sie das Date nicht krampfhaft aufrecht, wenn Sie merken, dass Sie sich nicht wohlfühlen. Einige kennen das Gefühl, nur aus „Anstand“ zu bleiben, aber das ist grundlegend falsch. Das führt zu innerer Anspannung.
  • „In der Kürze liegt die Würze“ oder „Wenn es am schönsten ist, soll man gehen“. Diese Redewendungen bewahrheiten sich auch beim Date. Wer schon beim ersten Date leichte Schmetterlinge im Bauch fühlt, steigert sich gerne in Glücksgefühle, ohne zu wissen, wie sein Gegenüber das sieht. Diese Situation kann Nervosität begünstigen. Daher lieber gehen und abwarten, als bleiben und sich bewusst unter emotionalen Stress setzen.

So, das Date ist vorbei. Alles gut gelaufen oder? Jetzt darf auch der Stein absacken, wenn das nicht schon passiert ist. Nur die wenigsten Singles sind während eines Dates hundertprozentig entspannt. Einige werden es im Verlauf, bei anderen fällt die Anspannung erst ab, wenn sie aus der Situation heraus sind. Das ist normal. Nichtsdestotrotz, tun Sie es wieder, denn Nervosität lässt sich eben nicht bekämpfen, sie gehört zum Leben dazu.

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