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Nonverbale Kommunikation beim Dating

Nonverbale Kommunikation

Gesprochene Worte sind relativ eindeutig und klar, so mancher kann mit Worten umgarnen, beeindrucken, faszinieren, andere wiederum sind keine großen Redner und Wortakrobaten, ihre Stärken liegen dafür woanders. Beim Dating kommen beide Dinge zusammen. Während das gesprochene Wort offensichtlich ist, liegt über Teile der nonverbalen Kommunikation ein Fragezeichen. Dabei spielen speziell Gesten, Mimik, Körperhaltung eine große Rolle beim Kennenlernen und beim Wecken von Sympathie. Wie funktioniert diese nonverbale Kommunikation, die sowohl Herausforderung als auch eine Selbstverständlichkeit ist? />

Was ist nonverbale Kommunikation

Nonverbale Kommunikation umfasst Gestik, Mimik, Körpersprache, Körperhaltung, Auftreten, Gang, Kleidungsstil, besondere optische Betonungen, kurzum die Kommunikation, die Sprache außen vorlässt. Dazu gehört auch die Gebärdensprache, die ohne gesprochene Worte auskommt.

Die nonverbale oder nichtsprachliche Kommunikation ist die ursprünglichste aller Kommunikationsformen, denn sie ist jedem Menschen ob klein oder groß, alt oder jung zu eigen. Wenn wir uns verständlich machen wollen, sei es als Baby, das noch nicht sprechen kann, oder weil wir im Ausland die Fremdsprache nicht beherrschen, dann hilft uns die nonverbale Kommunikation, durch Gestik, Mimik, Gebärden. Emotionen können wir nonverbal ausdrücken, in dem wir die Mundwinkel nach oben oder unten ziehen, die Stirn in Falten legen, usw.

Gesten sind nonverbale Kommunikation

Gesten sind nonverbale Kommunikation

Auch die wissenschaftliche Psychologie befasst sich mit den Zusammenhängen von Kommunikationsformen in Bezug auf das Bild, das durch sie beim Gegenüber erzeugt wird. So kann die Sprache an sich durch Ausdrucksweise, Stimmhöhe, Tonlage durchaus einen Eindruck festigen oder ihn aber suggerieren.

Nonverbale Kommunikationspfeiler

Alles, was außer der Sprache und der Stimme dazu beiträgt, dass wir uns einen Eindruck vom anderen machen können, spielt beim Dating eine gewichtige Rolle. Dazu gehören:

  • Kleidungsstil
  • Frisur
  • Piercings, Tattoos, Körperschmuck
  • Größe, Körperstatur, Gewicht
  • Besondere Merkmale, z.B. Sommersprossen, Leberfleck, Narben
  • Haltung: aufrecht, gerade, krumm, buckelig
  • Gang: dynamisch, langsam, schwoofig, hinkend, breitbeinig, grazil
  • Körperbeherrschung: zittrig, wild gestikulierend, hektische oder auffällige Hand- oder Fußbewegungen bei Nervosität oder Unwahrheit
  • Körpersprache, um gewisse Botschaften zu senden: Verschränkte Arme – Abstand, am Gegenüber vorbei blicken – Desinteresse, Ablenkung, usw.
  • Gesichtsausdruck: angespannt, locker, abwesend, überlegen, starr
  • Augen: leuchtend, leer, glänzend, weite oder enge Pupillen

So ließe sich die Liste unendlich weiterführen, sie macht aber auch klar, wie viel sich aus der nonverbalen Kommunikation ableiten und ablesen lässt.

Wir deuten nach Schemata oder nach Baugefühl. So wird ein dynamischer Gang beispielsweise mit Energie, Tatendrang, Durchsetzungsvermögen assoziiert, während ein schwoofiger Gang auf eine gewisse Leichtsinnigkeit oder auch Trägheit hindeuten kann. Schnell wird klar, dass es nicht immer so einfach ist, die Körpersprache, Gestik und Mimik richtig zu deuten. Anders ist es bei Faktoren wie Kleidung, Frisur, Körperschmuck, denn das sind echte Geschmackssachen und Dinge, die individuelle Vorlieben bedienen.

Mimik, Gestik, Körpersprache: Männer entschlüsseln Frauen und umgekehrt

Mimiken sind nonverbale Kommunikation

Mimiken sind nonverbale Kommunikation

Mimik, Gestik, Körpersprache, Körperhaltung. Frauen wie Männer wollen Signale entschlüsseln, für sich interpretieren, einen Anhaltspunkt gewinnen, ob Interesse seitens des Gegenübers besteht oder nicht. Dabei unterstützen die Gesten das Gesprochene und umgekehrt.

Es finden sich in der nonverbalen Kommunikation, Merkmale, die für Männlein und Weiblein gleich zu deuten sind, ebenso, wie Schlüsselsignale, die geschlechtsspezifisch ausgelegt werden.

Allerdings sind Menschen einerseits nicht berechenbar, andererseits reaktionsabhängig und auch nicht unbedingt anhand von Standardmerkmalen zu durchschauen.

Mimik, die positiv wirkt und Flirtsignale sendet

Mimik bezieht sich auf den Gesichtsausdruck, der von Augen, Augenbrauen, Stirn, Nase und Lippen beeinflusst wird. Bei Frauen und Männern stellt sich eine offene, interessierte, fröhliche Mimik durch folgende Zeichen dar:

  • Lippen, die sich zu einem leichten Lächeln formen, die Augen strahlen dabei wörtlich mit.
  • Ein klarer Blick in die Augen des anderen, Glanz, geweitete Pupillen, Blickkontakt wird während des Gesprächs gehalten, aber nicht starrend oder mit einem „Röntgenblick“.
  • Entspannte Gesichtsmuskeln, Anspannung lässt sich im Gesicht ablesen, z.B. durch Stirnfalten oder zusammengepresste Lippen.
  • Aufmerksamkeit ist auch bei der nonverbalen Kommunikation gefragt. Wer sich via Zettelchen austauscht, kann seine Emotionen oder Empfindungen durch Mimik unterstreichen.

Mimik bei Frauen, die Interesse signalisiert: Lippen befeuchten, Lippen ansatzweise zu einem Kussmund formen, leichtes Augenrollen, Blick über die Schultern.
Mimik bei Männern, die Interesse signalisiert: Der Blick bleibt konstant aber nicht aufdringlich, er ist wach und nicht desorientiert, ab und an ein Augenzwinkern mit einem ehrlichen Lächeln.

Manchmal ist nonverbale Kommunikation der goldene Weg

Manchmal ist nonverbale Kommunikation der goldene Weg

Gestik und Körpersprache

Was machen unsere Hände, wie bewegen wir den Kopf, zeigt sich unser Innenleben durch unruhige Verhaltensweisen oder sind wir ganz tiefenentspannt? Gestik und Körpersprache können zudem gar nicht von der Mimik getrennt werden. Hier nun ein paar grundsätzliche Regeln für die Deutung von Körpersprache/Gesten, die Aufschluss über die Geisteshaltung und Stimmung des anderen geben:

  • Zugewandter Oberkörper: Offenheit, Interesse
  • Verschränkte Arme: Distanz, Grenzen wollen eindeutig gewahrt werden
  • Der Blick schweift bewusst am anderen vorbei und verharrt ganz woanders oder zeigt sich unstet: Unsicherheit, Angst, auch Langeweile oder Desinteresse
  • Aufrechter Rücken, Schultern und Kopf: Interesse, positive Spannung, Neugier
  • Gesenkter Kopf: Verlegenheit, Schüchternheit, aber auch ein kurzer Pausenmoment
  • Spielen mit den Fingern, an Gegenständen auf dem Tisch: Nervosität und gleichzeitig Interesse
  • Frauen wie Männer streichen sich gerne durchs Haar, Frauen werfen längere Haare in den Nacken, drehen Löckchen mit den Fingern, neigen den Kopf seitlich, wenn sie gefallen wollen, weil das Gegenüber ihnen auch gefällt. Es gilt dadurch Vorzüge zu betonen und die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken.
  • Den anderen flüchtig berühren: Körperkontakt wird gesucht, starke Anziehung (auch erotisch), Auslotung von Distanzgrenzen

Hoch interessant ist, dass Männer und Frauen sich absolut gleich verhalten, was Mimik und Gestik betrifft, wenn sie sich gegenseitig sympathisch und anziehend finden. Das Verhalten wird regelrecht gespiegelt. Darauf können Sie auch beim Dating achten, denn dieses sehr unterbewusste und unbewusste Verhalten ist intuitiv und lässt sich auch nur schwer künsteln.