Ratgeber: Erfolg durch aussagekräftige Profilfotos

Wie sagt man so schön: „Der erste Eindruck entscheidet“. Auf Online-Plattformen für die Partnersuche, den prickelnden Flirt oder das Abenteuer bietet sich dieser in erster Linie über das Profilfoto, das jeder Single in seinem persönlichen Bereich einstellen kann. Noch bevor potentielle Interessenten sich die Infos zur Person durchlesen, fällt die erste Entscheidung über das Foto im Profil. Viele Kuriositäten bis hin zu Peinlichkeiten finden sich da im Netz. Daher stellt sich zu Recht die Frage: Wie sieht das ideale Profilbild denn nun aus? Der Ratgeber versucht, diese Frage anhand verschiedener Kriterien zu beantworten, und gibt wertvolle Tipps.

Die Foto-Grundlagen im Internet – Bildqualität, Dateiformat und Bildgröße

Jeder weiß, wie ein Foto von der eigenen Person im Internet hochgeladen und eingestellt wird, aber nur die wenigsten machen sich die Mühe, auch darauf zu achten, wie es mit der Eignung in Bezug auf Bildqualität und Bildgröße aussieht. Das Dateiformat und die Bildgröße richten sich nach den Vorgaben des Anbieters. Informationen dazu finden sich in der entsprechenden Rubrik (z. B. meine Bilder). Zu große Bilder mit zu großer Auflösungen können in der Regel nicht hochgeladen werden, es erscheint eine Fehlermeldung. Fotos mit zu niedrigen Auflösungen wirken mickrig und können das vorhandene Bildfeld meist nicht ausfüllen, worunter auch die Erkennbarkeit leidet.

Was die Bildqualität betrifft, so sollte folgendes beachtet werden:

  • Das Foto sollte scharf, weder verwackelt noch verpixelt sein, solche Bilder am besten immer direkt aussortieren.
  • Weder über- noch unterbelichtete Bilder aussuchen.
  • Effekte sind zwar schön und gut, verzerren aber den Wiedererkennungswert, daher Finger weg.
  • Retuschen und Bildbearbeitung „verschönern“ optisch, bilden aber nicht den „echten“ Menschen ab. Kleine Hautunreinheiten zu überarbeiten ist erlaubt, aber bitte nicht aus blauen Augen braune Augen machen, die Nase oder die Lippen optisch korrigieren.
  • Oftmals werden Bilder zugeschnitten, um unerwünschte oder störende Elemente im Hintergrund oder neben der eigenen Person zu entfernen. Dabei lässt sich aber nicht vermeiden, dass auch mal die eigene Hand, der Arm, ein Stück vom Gesicht etc. mit weggeschnitten werden. Das wertet das Bild grundsätzlich ab. Deshalb ungeeignete Fotos weglassen und stattdessen ein neues Bild schießen.

Wer diese Tipps zur Qualität beherzigt, hat schon einen ersten wichtigen Schritt in Richtung erfolgversprechendes Profilfoto geschafft.

Übrigens bieten Singlebörsen und Partnervermittlungen online eigene Service-Tools an, mit denen Sie diverse qualitative Korrekturen vornehmen können, darunter Zurechtschneiden, Größe anpassen, Hell-und Dunkeltonalität sowie Farbkontraste einstellen. Wenn das Bild erst einmal hochgeladen ist, lassen sich kleine Änderungen einfacher vornehmen, da das fertige Ergebnis, wie es auch online präsentiert wird, ersichtlich ist.

Porträt- oder Ganzkörperfoto als Profilbild?

Die Bildvorgaben in Partner- und Singlebörsen sind relativ genau definiert, was das erste und wichtigste Bild, das meist jedes Mitglied sehen kann, betrifft. Das Gesicht sollte klar und deutlich zu erkennen sein. Das funktioniert am besten mit einem Porträtfoto. Je nach Qualität und fotografischem Talent kann aber auch ein Ganzkörperfoto diese Anforderung erfüllen, was in der Praxis doch eher selten der Fall ist.

Unser Tipp: Tatsächlich ein ansprechendes Porträtfoto wählen.

Was genau mit ansprechend gemeint ist, klären wir später ausführlich. Beim Porträt gibt es wiederum verschiedene Ansichten – das Gesicht kann von vorne oder von der Seite aufgenommen sein, der Kopf kann eine bestimmte Pose einnehmen oder kerzengerade ausgerichtet sein. Jeder hat wohl so seine Schokoladenseite, wir empfehlen dennoch eine frontale Aufnahme. Das hat einen guten Grund: Das menschliche Gesicht wird nach Symmetrien abgescannt und danach entscheidet sich auch der Grad der Attraktivität für das Gegenüber. Das läuft unterbewusst ab. Im seitlichen Profil sind diese nicht eindeutig zu erkennen, wie gesagt – Die Schokoladenseite. Die Aufnahme von vorne hingegen zeigt sich ehrlich und unverschlüsselt.

Der Kopf sollte dabei eine gerade, lockere Position einnehmen, weder verkrampft wie an ein Brett genagelt, noch lässig in den Nacken geworfen oder nach vorne gebeugt. Auch bitte nicht nach unten neigen, denn dann kommt gerne das Doppelkinn zum Vorschein.

Ganzkörperfotos geben Aufschluss über die Statur des Singles. Das ist gerade bei der Online-Partnersuche ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Wer auf schlanke Männer oder Frauen steht, möchte keine Singles mit starkem Übergewicht kennenlernen. Umgekehrt ist das genauso. Bei Fotos, die den Menschen von Kopf bis Fuß zeigen, wird unheimlich gerne gemogelt und getrickst. Aber Achtung: Das kommt gar nicht gut an. Denn spätestens beim ersten Date fliegt alles auf. Hier werden Fotos vom tollen Sommerurlaub von vor zehn Jahren eingestellt, obwohl die Waage mittlerweile 20 oder gar mehr Kilos anzeigt. Lieber von Anfang an ehrlich bleiben oder auf Ganzkörperfotos ganz verzichten.

Natürlich authentische Profilfotos

Posings, Bilder in Unterwäsche oder Nacktfotos haben im Singleprofil ebenfalls nichts zu suchen. Sie bewirken nämlich genau das, was man eigentlich nicht will. Frauen werden aufgrund von Fotos in Unterwäsche dumm und anzüglich angemacht, Männer als oberflächliche und blöde Machos oder Muskelfreaks abgestempelt. Lässige Alltagskleidung punktet hier. Fotos in Bekleidung, die nur zu bestimmten Anlässen getragen wird oder die eher verkleidet als kleidet und nicht zum Typ passt, verfälschen den ersten so wichtigen Eindruck.

Schöne Landschaften im Hintergrund sind was Feines, solange sie im Hintergrund bleiben und das kleine etwas im Vordergrund nicht wie ein verlorenes Ei erscheinen lassen. Fremde Personen sollten nicht auf dem Foto zu sehen sein, wenn doch ist die Veröffentlichung im Internet (oder anderweitig) nur mit ausdrücklicher, am besten schriftlicher Genehmigung, erlaubt (Recht am eigenen Bild).

Die Feinheiten des Profilfotos

Oberste Priorität hat die Aktualität des Bildes: Älter als einige Wochen sollte das Profilfoto nicht sein, denn mit jedem Tag seines Lebens verändert sich der Mensch auch äußerlich. Die einen mehr, die anderen weniger, aber an niemandem gehen zehn Jahre und mehr spurlos vorbei. Ist dieser Punkt erfüllt, können die Feinheiten der nachfolgenden Checkliste für ein ansprechendes Profilbild abgearbeitet werden:

  • Natürlicher Look, nicht übertrieben oder bis zur Unkenntlichkeit geschminkt, dezentes Make-Up, das Vorzüge betont.
  • Immer ein sanftes Lächeln auf den Lippen – wer schöne oder interessante Zähne hat, kann diese auch mit einem strahlenden Lachen zeigen. In Verbindung mit dem Blick der Augen hat das sogar eine magisch faszinierende Ausstrahlung auf das Gegenüber.
  • Einen verbissenen Gesichtsausdruck vermeiden, das verursacht unschöne Falten und lässt auf einen unausgeglichenen schwierigen Charakter schließen.
  • Unwohlsein, Krankheit, Schmerzen – greifen Sie nur auf solche Fotos zurück, die an Tagen entstanden sind, an denen es Ihnen gut ging und Sie bester Laune waren.
  • Bilder, die in freier Natur entstanden sind, haben deutliche Vorteile gegenüber Fotos in Innenräumen: Das Licht ist authentischer, alles wirkt weniger künstlich und gestellt, sondern lebensnah und weicher. Zudem kann so ein Bild Assoziationen zu bestimmten Outdoor-Interessen wecken.
  • Fotos vom Profi sind nicht verboten, sollten aber weder nach Bewerbungsfoto noch künstlerischem Shoot mit dramatischer Inszenierung aussehen. Geben Sie sich so, wie Sie sind. Das ist wohl das Schwerste an der ganzen Geschichte. Aber mit solchen Fotos haben Sie die größten Chancen.

Fazit: Nehmen Sie sich Zeit und stellen Sie nicht wahllos Fotos ein

Gerne werden mal so nebenbei die Schnappschüsse oder die besten Bilder aus drei Jahrzehnten als Profilfoto eingestellt. Das ist grundlegend falsch, denn die erste Vorauswahl geschieht über das Bild. Daher sollten Sie sich Zeit nehmen und lieber dreimal über Ihre Wahl nachdenken und unsere Tipps und Checklisten anwenden. Sie werden es garantiert nicht bereuen!

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