Was ist Orbiting?

In der Astronomie bezeichnet der Orbit die Umlaufbahn eines Objektes um einen Himmelskörper. Davon leitetet sich ein weiterer fieser Datingtrend ab: Orbiting. Mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht bedeutet Orbiting: Nach dem ersten Date ist Schluss mit persönlichem Kontakt, aber in den sozialen Netzwerken werden Interesse und Begeisterung für die andere Person nach wie vor kundgetan. Somit zieht der „Ghost“ noch immer seine Kreise um die „verlassene“ Person und sorgt damit bei ihr für Verwirrung, Unmut bis hin zu einer schrecklichen Wut.

Orbiting ist eine dubiose Dating-Strategie und entwickelt sich. Aber niemand ist diesem Datingtrend machtlos ausgeliefert. Nur vorbeugen ist prinzipiell nicht möglich, weil man eben einem potentiellen Datingpartner nicht in den Kopf hineinschauen kann.

Der hoffnungvolle, schöne Anfang und das jähe Ende

Es fängt an, wie Online-Dating im besten Fall anfängt: Zwei lernen sich über eine Singlebörse oder Single-App kennen, treffen sich und verstehen sich blendend. Beim Auseinandergehen stehen die Chancen auf ein weiteres Treffen sehr gut, vielleicht fliegen sogar schon bunte Schmetterlinge in der Bauchgegend. Zumindest für einen der Datingpartner. Der andere denkt nämlich gar nicht an ein Wiedersehen und hat ganz andere Pläne. Nach dem Date meldet er oder sie sich einfach nicht mehr und ist auch nicht erreichbar. Es herrscht Totenstille, wie sie für das Ghosting typisch ist. Für den, der jetzt unwissend und mit vielen Fragen zurückbleibt, ist diese Situation total enttäuschend. Doch es kommt noch schlimmer.

Social Media wird zur Schaubühne für das miese Spiel

Meist sind die Datingpartner über Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter, You Tube Instagram vernetzt und genau dort bleiben sie beim Orbiting auch verbunden. Jedenfalls zieht der vermeintliche Ghost in diesen Netzwerken weiter seine Bahnen um die zurückgelassene Person. Er oder sie likt Kommentare, gibt Postings ab, teilt Beiträge, verfolgt Instagram-Storys. Die Aktionen sind in der Regel positiv oder neutral, selten geht es darum, den ehemaligen Datingpartner zu schikanieren.

Trotzdem fühlt sich der oder die Zurückgelassene wie im falschen Film. „Was will die Person eigentlich von mir?“, lautet die Frage, die man sich nun permanent stellt. Versuche, den anderen zu erreichen, auch über die sozialen Netzwerke, bleiben dennoch erfolglos.

Hintergründe und Zweck von Orbiting

Eine tiefgründige Erklärung für Orbiting gibt es nicht, vielmehr verschiedene Spekulationsansätze, die aber nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit haben, da die Beweggründe individuell verschieden sind.

So wird angenommen, dass Orbiting eine Maßnahme ist, um sich ein Hintertürchen offenzuhalten, vielleicht für Sex oder bei extremer Langeweile. Auch gibt es Menschen, die Spaß daran haben, Spielchen zu treiben oder Verwirrung zu stiften. Eine Art von Rache könnte Orbiting ebenfalls darstellen. Fest steht, Orbiting ist nicht die feine Art und kann deshalb nicht gerechtfertigt werden. Wer diesen Datingtrend betreibt, dem fehlt es definitiv an der gebührenden Reife und dem Respekt vor seinen Mitmenschen. Am besten schnell ignorieren und blockieren und die Sache ein für alle Mal abhaken.

Handeln bei Orbiting: Blockieren und Ignorieren

Niemand sollte auf dieses Spielchen eingehen, am besten setzt man die betreffenden Kandidaten auf die Sperrliste, so dass sie keinerlei Aktivitäten mehr vornehmen oder das Profil/den Account weiterhin sehen können. Folglich heißt das auch: Komplett ignorieren und selbst keine Aktivitäten des anderen mehr verfolgen. Und wenn sich die Person dann doch wieder meldet, was in der Regel nicht der Fall ist, es sei denn, sie will den alten Kaffee wieder aufwärmen, dann selbst mit Ghosting glänzen!

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