Ein gutes Profil für Online-Dating wichtig
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Mobile Dating

von Redaktion

Mobile Dating bezeichnet eine Form des Online-Datings, die in erster Linie über das Smartphone oder auch Tablets erfolgt. Dazu werden entsprechende Apps oder Anwendungen benötigt. Diese stehen für die bekannten Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS im Google-Play- oder Apple-Store zum Download bereit.

Zu unterscheiden sind Dating-Apps, die sich als reine Mobilanwendungen verstehen und explizit für alle gedacht sind, die sich das Datingleben möglichst leicht und unkompliziert gestalten wollen, frei nach dem Motto: Überall und jederzeit vom Smarthphone aus chatten, kennenlernen und verlieben. Dazu gehören die Kult-App Tinder, weiterhin Badoo, Lovoo oder Bumble. Daneben finden sich auch Handy-Apps der klassischen Online-Single- oder Kontaktbörsen und Partnervermittlungen wie LoveScout, Parship oder C-Date, die ihr Dating-Angebot durch Smartphone-Apps erweitern. Andere wie Tinder funktionieren nur per App.

So funktioniert Mobile-Dating

Für Mobile Dating ist ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet mit einem der genannten Betriebssysteme erforderlich, eine Internetverbindung via WLAN oder mobilem Datentransfer sowie die ausgewählte App. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Handynummer, über welche die Registrierung und Verifizierung der User läuft. Download und Anlage eines Nutzerprofils sind bei den  meisten Love-Apps kostenlos. Wer allerdings alle oder umfangreiche Funktionen nutzen möchte, muss in der Regel ein kostenpflichtiges Paket hinzubuchen.

Zur Verifizierung genügt die Handynummer allein oft nicht. Die Mehrheit der Apps verlangt zudem eine Überprüfung durch ein Foto oder mittels Verknüpfung auf ein Sozial-Media-Konto, um Fakes vorzubeugen.

Bedienung und Funktion auf das Wesentliche reduziert

Wer vom Handy aus agieren will, der liebt es schnell und einfach. Dementsprechend simpel und ohne großen Schnickschnack sind auch die mobilen Dating-Apps konzipiert. Eine intuitive Benutzeroberfläche ohne störende Werbung und leicht verständliche Funktionen werden den Anforderungen gerecht.

Die Aktivitäten sind visuell ausgelegt. D. h., die Auswahl interessanter Datingpartner erfolgt über Profilfotos. Einige Anbieter ermöglichen auch Profiltexte und Fragen, die beantwortet werden können. Das Prinzip ist meist jedoch relativ gleich. Die angemeldeten Nutzer sehen Bilder, Name und Alter der potentiellen Datingpartner und können entscheiden, ob sie anhand der äußeren Erscheinung Interesse an einer Kontaktaufnahme haben. Durch Wischen nach rechts oder links, auch Swipen genannt, werden die Personen ausgewählt oder aussortiert. Die kostenlose und erste Kontaktaufnahme ist oft nur mit Personen, die einem gefallen, möglich. Dank der Umgebungssuche finden sich Leute aus dem eigenen Wohnort oder in der nahen Umgebung.

Viele oder umfangreiche Features bieten die mobilen Dating-Apps ebenso wenig wie eine aufwendige grafische Gestaltung. Das ist auch nicht Sinn der Sache, denn hier geht es eher um eine schnelle Auswahl und eine rasche Kontaktaufnahme. Die Kontaktaufnahme lässt sich mittels vorgefertigter Standard-Nachrichten, Frage-Spielen oder Chat realisieren.

Zielgruppen für Mobile Dating

Die Nutzergruppen für Mobile Dating sind relativ klar definiert. Die bekanntesten Apps werden von den Altersgruppen zwischen 18 und 55 Jahren verwendet. Die Mehrheit der User ist zwischen 20 und 30 Jahren alt. Auch das Suchverhalten und die Möglichkeiten sind vorrangig auf jüngere Zielgruppen zugeschnitten. So geht es nicht unbedingt darum, die große Liebe oder einen festen Partner zu finden, auch Sexdates oder unverbindliche Verabredungen sowie das Kennenlernen von neuen Leuten stehen auf der Wunschliste. Die App-Portale werden nicht ausschließlich von Singles, sondern auch von Personen, die vergeben oder  polyamourös sind, genutzt.

Vorteile von Mobile Dating

Mobile Dating funktioniert einfach, schnell und unkompliziert. Die Profilanlage geht zügig und mit wenig Aufwand von statten. Die Bedienung ist intuitiv und entsprechend dem Zeck stark vereinfacht aufgebaut, die Funktionen auf ein Mindestmaß beschränkt. Anmeldung und Grundfunktionen sind in der Regel kostenfrei. Kontakte und Dates kommen schnell und häufig zustande, gerade in der eigenen Umgebung lassen sich so neue Leute leichter finden. Wer sich mit dem Anschreiben schwer tut, findet einige Tools und Bausteine, die jedoch mitunter kostenpflichtig sein können. Dazu gehören Kurztexte für die erste Kontaktaufnahme, Fragen oder Geschenke.

Kosten für Mobile Dating

Sind Dating-Apps wirklich kostenlos? Beim Download fallen bei den meisten Apps keine Kosten an. Auch die Registrierung, die Anlage des Profils und die Kontaktaufnahme sind häufig kostenfrei. Das uneingeschränkte Versenden von Nachrichten, die beliebige Anzahl von Chats, die begonnen werden können, die Anzeige von Likes, Volltreffern oder Profilbesuchern und Funktionen wie der Unsichtbarkeitsmodus können dagegen mit Kosten verbunden sein. Dabei handelt es sich um Premium-Angebote, die einzeln oder im Paket zu bestellen sind. Die Kosten für ein Abonnement liegen im Vergleich zu klassischen Online-Portalen eher gering. Abos können für einen kurzen oder langen Zeitraum abgeschlossen werden. Zu beachten sind hier die Kündigungsfristen.

Nachteile von Mobile Dating

Um die Verifizierung durchzuführen, sind die Angabe von Handynummer, das Verknüpfen mit anderen Social-Media-Kanälen oder der Zugriff auf die Smartphone-Kamera erforderlich. So werden mitunter weitaus mehr Daten preisgegeben, als es der User möchte. Deshalb sollte genau geprüft werden, was die Datenschutzbestimmungen des Anbieters vorsehen. Besonders Tinder hat sich in der Vergangenheit als sehr datenhungrig gezeigt. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man bestimmte Optionen in den Einstellungen des Handys nach der Anmeldung wieder deaktivieren, z.B. den Zugriff auf die Kamera oder Kontakte.

Mobile Dating reduziert die Nutzer vielfach auf die äußere Erscheinung. Die Auswahl scheint schier unerschöpflich, was es dem Einzelnen schwer macht, Prioritäten bei den Kontakten zu setzen. Das kann bedeuten, dass es letzlich nur beim Austausch von Nachrichten, Chats oder Telefonaten bleibt, ein echtes Treffen aber nicht zustande kommt. Viele Kontakte gehen „unter“. Selbstdarstellung und Ego-Pushing sind Faktoren, die für mache User weitaus größere Rollen spielen als das Kennenlernen einer Person im realen Leben. Mobile Dating hat oft einen unverbindlichen Charakter. Nicht wenige Dates bleiben Eintagsfliegen, weil die dargestellte Person mit der echten Person wenig gemein hat.

Bekannte und beliebte Apps für Mobile Dating

Die Zahl der Anwendungen für das mobile Datingvergnügen wächst kontinuierlich – vom Pionier Tinder über die ebenfalls mitgliederstarken, international bekannten Apps Lovoo und Badoo bis hin zu regionalen und themenspezifischen Apps, die unterschiedlichen Vorlieben, sexuellen Präferenzen und Altersstrukturen gerecht werden.

Die Platzhirsche mit den meisten Mitgliederzahlen weltweit sind:

  • Badoo: Zielgruppe 18-50 Jahre, kostenlose Basis-Mitgliedschaft, etwa 370 Mio. Mitglieder weltweit, Netzwerk für Kontakte aller Art und Social-Dating
  • Lovoo: Zielgruppe 18-25 Jahre, Kontakte aller Art, viele Möglichkeiten der Selbstpräsentation, kostenlose Basis-Mitgliedschaft, etwa 70 Mio. Mitglieder weltweit
  • Tinder: Zielgruppe 18-25 Jahre, kostenlose Basis-Mitgliedschaft, etwa 57 Mio. Mitglieder weltweit, Partnersuche, unverbindliche Dates

Wer ins Mobile Dating einsteigen will, fragt sich „Welche ist die beste Dating-App?“, insbesondere im Hinblick auf Handhabung, Chancen für die individuelle Suche, Kostenfreiheit und Datenschutz. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Gängige Vergleichsportale für mobile Dating-Apps stellen relevante Informationen gegenüber.

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